Informationen zur Perlen und dernen Pflege

Zuchtperlen ähneln stark den teuersten Naturperlen, die ohne jeglichen menschlichen Eingriff entstehen – eine sog. Laune der Natur.
Süßwasser-Zuchtperlen bestehen vollkommen aus Perlmutt. Im Gegensatz zur Salzwasser-Zuchtperle (z.B. die japanische Akoya-Zuchtperle) haben alle chinesischen Süßwasser-Zuchtperlen keinen künstlichen Kern. Der Auster wird lebendes Gewebe einer anderen Auster der gleichen Art eingelegt. Die Auster beginnt nun um den Fremdkörper Perlmutt zu bilden und im Laufe von Jahren entsteht so eine mehr oder weniger große Perle. 
Weitaus größere Zuchtperlen werden zwischenzeitlich mit der neuen pearl in pearl-Methode erzielt - diese Perlen sind aber bisher oft nur in barocker Form zu kriegen. Ab 8mm steigen die Preise enorm und bei Süßwasserperlen sind in den Ernten dann nur wenige "makellose" und noch weniger runde Perlen mit dabei - die vorgenannten Perlen werden zu Höchstpreisen gehandelt. Für Akoya ist die 8mm Größe übrigens schon sehr selten und daher richtig teuer, da Akoyas aus kleineren Austern geerntet werden.
 
Bitte beachten Sie folgende Pflegetipps:
 
  • Alle natürlichen Perlen und Zuchtperlen sind Naturprodukte, vermeiden Sie unbedingt den Kontakt mit Parfüm, Haarspray, Seife (Säuren, Laugen). Spül- und Duschwasser, Kosmetika, Sonne, Hitze und Sand schaden Ihren Perlen und dem Seidenfaden, auf dem sie aufgefädelt/geknotet sind.
  • Bewahren Sie Ihre Perlen immer separat und nicht mit anderen Schmuckstücken zusammen auf (Stoß- und Kratzgefahr).
  • Perlen vertragen keine Föhnluft!
  • Zum Schlafen, Baden oder Schwimmen (auch Sauna, Dampfbad, Sonnenstudio) alle Perlen ablegen – auch ausgedehnte Sonnenbäder sind nicht gut für das Lüster Ihrer Perlen. Reiben Sie Ihre Perlen nach dem Tragen trocken mit einem weichen Tuch (Mikrofasertuch) ab.
  • Die Perlseide von Colliers bzw. Armbändern wird durch o.g. Einflüsse und häufiges Tragen, Hautfett und Schweiß früher oder später porös und könnte reißen, lassen Sie diese daher ab und an vom Fachmann neu aufziehen und knoten.
  • Perlen lieben Körperwärme. Häufiges Tragen „verbessert“ die Erscheinung Ihrer Perlen, da der Hautkontakt ein Austrocknen verhindert. Der Lüster und somit deren Glanz bleibt dadurch erhalten - Perlen mögen es nicht, wenn Sie nicht getragen werden.
 
Entstehung von Zuchtperlen
 
Die natürliche Perle entsteht durch Eindringen eines Fremdkörpers, wie Sandkörnern, Parasiten, etc. den die Muschel nicht abzustoßen vermag. Daher ist sie gezwungen, diesen Fremdkörper zu isolieren, indem sie den Kern mit Perlmutt umgibt. So bildet sich im Laufe der Jahre aus mehreren Schichten eine Perle. Perlmutt ist die Substanz, die man auch auf der Innenseite der Muschelschale findet, sie besteht aus Kristallen von Kalziumkarbonat.
Vor ca. 100 Jahren begannen die Japaner der Natur nachzuhelfen und setzten den Muschelaustern Fremdkörper ein, einer der Versuche glückte und so entstanden die ersten Zuchtperlen. Leider kann dabei die Form, Farbe und Beschaffenheit der Oberfläche der Perle gar nicht oder nur begrenzt beeinflusst werden. Der Farmer steht dem machtlos gegenüber, wenn der eingesetzte Kern wieder abgestoßen wird oder Natur- bzw. Umweltkatastrophen die Austern in ihrem Lebensraum schädigen oder sogar völlig zerstören.